| Die kontinuierliche Ausbildung der StufenleiterInnen, GruppenleiterInnen und der GruppenfunktionärInnen wird in mehrere Abschnitte unterteilt. |
Einstiegsseminar
Ziel: Nach dem Einstiegsseminar haben sich die TeilnehmerInnen mit den Grundsätzen der PPÖ auseinandergesetzt. Sie haben ihre Entscheidung bezüglich ihrer Leitungstätigkeit reflektiert.
Inhalte:
Organisatorisches: Für die Durchführung des Einstiegsseminars ist im Allgemeinen das Landesausbildungsteam zuständig. Es wird von den Landesbeauftragten für Ausbildung oder von ihnen beauftragten TrainerInnen der PPÖ geleitet. Für die erfolgreiche Teilnahme am Einstiegsseminar erhalten die TeilnehmerInnen eine Bestätigung, die in ganz Österreich gültig ist. Dieses Seminar ermöglicht die Vorbereitung auf das Grundlagenseminar.
Vorbereitung auf das Grundlagenseminarfür StufenleiterInnen, GruppenleiterInnen und GruppenfunktionärInnen
Ziel: Vor dem Grundlagenseminar haben sich die angehenden PfadfinderleiterInnen aufgrund der Erfahrungen aus dem Einstiegsseminar entschieden, Leitungsverantwortung im Rahmen der PPÖ zu übernehmen. Sie haben typische Arbeitsformen ihrer zu betreuenden Zielgruppe miterlebt und kennen die geschichtlichen Hintergründe der PfadfinderInnenbewegung.
Organisatorisches: Die Verantwortung für die Betreuung der PfadfinderleiterInnen liegt bei der PfadfinderInnengruppe (Gruppenrat, GruppenleiterIn, Ausbildungsverantwortliche der Gruppe). Grundlagenseminar für StufenleiterInnen
Ziel: Nach dem Grundlagenseminar kennen die TeilnehmerInnen die Grundlagen ihrer Stufe. Sie haben praktische Anregungen für die zielorientierte und methodische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erhalten. Sie sind motiviert das im Seminar Erlebte umzusetzen und Neues auszuprobieren. Sie sind befähigt in der Leitung dieser Stufe mitzuarbeiten.
Für alle Stufen gültige Inhalte:
Grundlagenseminar für GruppenleiterInnen und GruppenfunktionärInnen
Ziel: Nach dem Grundlagenseminar kennen die GruppenleiterInnen bzw. die GruppenfunktionärInnen ihre Aufgabenbereiche. Sie haben praktische Anregungen für die zielorientierte und methodische Arbeit ihrer Zielgruppe erhalten. Sie sind motiviert das im Seminar Erlebte umzusetzen und Neues auszuprobieren.
Inhalte:
Methodischer Hinweis: Die Vermittlung der acht Schwerpunkte soll die JugendleiterInnen, GruppenleiterInnen und GruppenfunktionärInnen persönlich ansprechen (z.B. religiöses Erlebnis) und ihnen auch die Umsetzung für die Stufenarbeit bzw. mit ihrer Zielgruppe ermöglichen.
Organisatorisches: Für die Durchführung des Grundlagenseminars ist im Allgemeinen das Landesausbildungsteam zuständig. Für die erfolgreiche Teilnahme am Grundlagenseminar erhalten die TeilnehmerInnen eine Bestätigung, die in ganz Österreich gültig ist. Entsprechend der Verbandsordnung erhalten die PfadfinderleiterInnen nach dem erfolgreichen Abschluss des Grundlagenseminars und allenfalls weiterer Bedingungen der Stufe und/oder des Landesverbandes das "Instruktorabzeichen".
Vorbereitung auf das Aufbauseminarfür StufenleiterInnen, GruppenleiterInnen und GruppenfunktionärInnen
Ziel: Vor dem Aufbauseminar haben die PfadfinderleiterInnen das bisher Gelernte in ihrer Arbeit im Rahmen der PPÖ angewandt, reflektiert und immer wieder Neues ausprobiert. Sie haben sich mit den Interessen und Bedürfnissen der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ihrer Zielgruppe auseinander gesetzt. Sie kennen die Arbeitsweise der anderen Stufen und besitzen Grundkenntnisse in Erster Hilfe und Krankenpflege. Die StufenleiterInnen haben auf einem Lager ihrer Stufe mitgearbeitet.
Organisatorisches: Gemeinsam mit den GruppenleiterInnen oder Ausbildungsverantwortlichen ihrer Gruppe werden die persönlichen Ausbildungsschritte festgelegt und überprüft. Der Weg zum Aufbauseminar dauert im Allgemeinen ein Jahr, mindestens aber ein halbes Jahr. Neben dem "persönlichen Lernen" kann Ausbildung wahrgenommen werden durch:
Erste Hilfe Kurs Der 16-stündige Erste Hilfe Kurs ist bundesweit verpflichtend und bis zum Aufbauseminar zu besuchen. Dieser Kurs kann auch bei einem externen Anbieter absolviert werden.
Aufbauseminar für StufenleiterInnen
Ziel: Nach dem Aufbauseminar kennen die TeilnehmerInnen pädagogische Hintergründe ihrer Stufe. Sie wissen um die Bedeutung zielorientierter Arbeit und können die Stufenmethode(n) anwenden. Sie haben ihre Erfahrungen im Seminar eingebracht und es aktiv mitgestaltet. Sie sind befähigt in dieser Stufe verantwortlich zu leiten.
Für alle Stufen gültige Inhalte:
Aufbauseminar für GruppenleiterInnen und GruppenfunktionärInnen
Ziel: Nach dem Aufbauseminar haben sich die GruppenleiterInnen/GruppenfunktionärInnen intensiv mit mindestens einer Managementmethode auseinander gesetzt. Sie haben ihre Erfahrungen im Seminar eingebracht und es aktiv mitgestaltet.
Das Aufbauseminar besteht aus 10 Einheiten à 90 Minuten – den Aufbaumodulen. Es gibt: 1. verpflichtende Module (AM, verpflichtend)
Inhalte:
Methodischer Hinweis: Die Vermittlung der acht Schwerpunkte soll die StufenleiterInnen, GruppenleiterInnen und GruppenfunktionärInnen persönlich ansprechen (z.B. religiöses Erlebnis) und ihnen auch die Umsetzung für die Stufenarbeit bzw. mit ihrer Zielgruppe ermöglichen.
Organisatorisches: Für die Durchführung des Aufbauseminars ist im Allgemeinen das Landesausbildungsteam zuständig. Für die erfolgreiche Teilnahme am Aufbauseminar erhalten die TeilnehmerInnen eine Bestätigung, die in ganz Österreich gültig ist. Entsprechend der Verbandsordnung erhalten die PfadfinderleiterInnen nach dem erfolgreichen Abschluss des Aufbauseminars und allenfalls weiterer Bedingungen der Stufe und/oder des Landesverbandes das "Meisterabzeichen". Die GruppenleiterInnen sollen den Besuch zumindest eines funktionsspezifischen Weiterbildungsseminars (z.B. Sitzungsleitung, Zeitmanagement, Kommunikation, Moderation...) nachweisen, wobei es ihnen freigestellt ist, welches Angebot sie nützen. So ist der Besuch von Firmenseminaren, Seminaren der Landesjugendreferate, wie auch das Angebot seitens der PPÖ geeignet, den zweiten Schritt erfolgreich zu absolvieren.
Vorbereitung auf den WoodbadgekursZiel: Vor dem Woodbadgekurs haben die PfadfinderleiterInnen das am Aufbauseminar Erfahrene in ihrer Stufe, der Gruppe und auf regionaler Ebene umgesetzt. Als verantwortliche StufenleiterInnen vertreten sie die Stufe im Gruppenrat und gegenüber Eltern. Sie sind befähigt, bewusst auf das Verhalten von Kindern und Jugendlichen einzugehen und werden angeregt, das eigene Verhalten regelmäßig zu überdenken.
Organisatorisches: Der Weg zum Woodbadgekurs dauert im Allgemeinen ein Jahr. So wie bisher legen die PfadfinderleiterInnen zusammen mit den GruppenleiterInnen oder Ausbildungsverantwortlichen der Gruppe die persönlichen Ausbildungsschritte fest. Darüber hinaus ist der Besuch von Seminaren der PPÖ oder anderer Institutionen zu empfehlen.
Der WoodbadgekursZiel: Am Ende des Woodbadgekurses haben die TeilnehmerInnen
Ende des Woodbadgekurses = Seminar + Nachbereitungswochenende + Seminararbeit
Inhalte:
Organisatorisches: Die Abhaltung von Woodbadgekursen liegt in der Verantwortung des Bundesausbildungsteams (BAT). Die SeminarleiterInnen müssen als "Leader-Trainer" beim Weltverband "WOSM" registriert sein, die StufenteamleiterInnen müssen "Assistant-LeadertrainerInnen" sein, die übrigen Teammitglieder müssen die Woodbadgeausbildung abgeschlossen und TrainerInnen der PPÖ sein. Bei den Woodbadgekursen sind auch internationale Ausbildungsrichtlinien zu beachten. Die Voraussetzung für die Teilnahme an einem Woodbadgekurs ist die aktive Leitungstätigkeit in dieser Stufe und die Zustimmung des Landesverbandes.
Der Woodbadgekurs besteht aus zwei Teilen:
Nach dem erfolgreichen Abschluss der zwei Teile des Woodbadgekurses verleiht die Landesleitung im Namen der Bundesleitung den PfadfinderleiterInnen das "Woodbadge".
Weitere AusbildungZiel: Die PfadfinderleiterInnen bilden sich – nach Abschluss der Regelausbildung – entsprechend ihrer Fähigkeiten, Interessen und Aufgaben weiter.
Organisatorisches: Die Verantwortung für die weitere Ausbildung liegt in erster Linie bei den PfadfinderleiterInnen selbst. Die GruppenleiterInnen/GruppenfunktionärInnen sollen während jeder ihrer Amtsperioden (à 3 Jahre) den Besuch zumindest eines Seminars (Inhalt siehe Aufbauseminar für GruppenleiterInnen) nachweisen.
Wechsel der StufeGrundsätzlich gilt die Ausbildung der PfadfinderleiterInnen nur für eine Stufe. PfadfinderleiterInnen, welche die Stufe, in der sie leiten, wechseln, müssen sich der Ausbildung für die neue Stufe unterziehen. Dabei ist Folgendes zu beachten:
SpezialausbildungSpezialseminare werden zu speziellen Themen (z.B. religiöse Themen, pädagogische Themen, Pfadfindertechnik, musische Themen) oder für besondere Zielgruppen (z.B. PWA-LeiterInnen, Elternräte) veranstaltet. Sie stellen als Ergänzung zu den Ausbildungsseminaren ein zusätzliches Angebot im Sinne der kontinuierlichen Ausbildung dar. Im Allgemeinen können sie von allen PfadfinderleiterInnen ohne besondere Vorbedingungen besucht werden. Es ist jedoch den SeminarleiterInnen vorbehalten, für bestimmte Seminare Teilnahmebedingungen festzulegen. Die TeilnehmerInnen erhalten eine Seminarbestätigung. Die Durchführung von Spezialseminaren liegt in der Verantwortung der Landesausbildungsteams, in manchen Fällen auch in der des Bundesausbildungsteams. Die Teilnahme an internationalen Seminaren ist in Absprache mit den Bundesbeauftragten für PfadfinderInnenausbildung möglich. So wie die Ausbildungsseminare müssen auch die Spezialseminare den Richtlinien der PPÖ (Verbandsordnung, Organisationshandbuch für Ausbildung der PPÖ) entsprechen. |


